Ort

MAYA erzählt die Geschichte der letzten Überlebenden einer dem Untergang geweihten Zivilisation. Eine Post-Utopie, die als begehbare Installation vom Publikum erlebt werden kann. Sie spielt in der letzten Industrieruine Münchens, dem ehemaligen Heizkraftwerk Aubing, einem inzwischen denkmalgeschützten Gebäude, das ebenfalls von gescheiterten und unvollendeten Visionen erzählt. Es wurde 1937 von den Nazis auf einem bajuwarischen Gräberfeld erbaut und sollte Teil einer größeren Industrieanlage für die „Hauptstadt der Bewegung“ werden. Doch dazu kam es nie. Ab 1952 wurde das Gebäude von der Deutschen Bahn zum Heizkraftwerk umgebaut, aber nie wirklich nachhaltig genutzt. In den 1990er Jahren entdeckte die alternative Kulturszene den Leerstand für sich. DJs veranstalteten dort legendäre Techno-Raves. Aktuell befindet sich das Gebäude im Eigentum der Allguth GmbH.

Bevor die Ruine in naher Zukunft möglicherweise in ein neues Kunst- und Kulturzentrum verwandelt wird, wird Mathis Nitschke diesen besonderen Ort mit einem eigens dafür konzipierten Musiktheaterstück bespielen. Die atemberaubende Architektur des leerstehenden Baus, dessen Inneres mit den drei erhaltenen Öfen an eine Kathedrale erinnert, hat ihn sofort fasziniert. Die Idee „darin etwas zu machen“ war geboren. Mit dem jetzigen Eigentümer als Partner begann er mit der künstlerischen und logistischen Umsetzung des MAYA-Projekts.

mehr Informationen über das Gebäude auch unter www.hkw-aubing.de

Begeben Sie sich auf eine virtuelle Tour durch die Ruine
(danke an showit360.de):

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