Mathis Nitschke

SZENARIO, MUSIK, REGIE & AUSFÜHRENDER PRODUZENT

Mathis Nitschke ist Konzeptkünstler, Komponist und Sounddesigner.

Er ist spezialisiert auf Musik in Verbindung mit Theater und neuen Technologien.

Nach Anfängen auf der klassischen Gitarre und am Mischpult studierte Mathis Nitschke Bildende Kunst, bevor er seine Studien am Königlichen Konservatorium Den Haag als Musikkomponist abschloss. Auf diesem Weg entwickelte er eine stark konzeptuelle Herangehensweise. Er kreiert Opern und Musiktheater, Installationen, Filme und Konzerte, die europaweit in Theatern, Galerien und Festivals gezeigt werden.

In Nitschkes Arbeiten als Theatermacher betrachtet der Zuschauer nicht nur, er wird auch selbst betrachtet und nimmt an der theatralen Situation teil. In den Kurzopern im öffentlichen Raum „Viola“ und „Katharina“ (2015/16) sitzt das Publikum in Schaufenstern und verfolgt das Geschehen auf dem Platz davor. Gleichzeitig wird es selbst im Schaufenster ausgestellt und von den Passanten auf der Straße betrachtet. Smartphones und Kopfhörer als bestimmendes Merkmal des heutigen öffentlichen Lebens miteinbeziehend, konzipierte Mathis Nitschke an der Münchner Isar einen interaktiven Hörparcour für Spaziergänger: „Vergehen“ (2017), eine Oper, die man sich erläuft. Sie lässt die reale Welt mit der Virtualität in klingende Interaktion treten.

Aus seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Lichtdesigner und Regisseur Urs Schönebaum entstanden die von der Nationaloper Montpellier beauftragten Opern „Jetzt“ und „Happy Happy“ (2012 und 2014). „Jetzt“ wurde bei der Kritikerumfrage der Zeitschrift Opernwelt im Jahr 2013 zur “Uraufführung des Jahres” nominiert.

Nitschke arbeitet regelmäßig an den wichtigen deutschsprachigen Bühnen wie, neben anderen, Münchner Kammerspiele (‚Kleiner Mann, was nun?‘), Thalia Theater Hamburg, Schauspielhaus Zürich und Schauspiel Köln mit Regisseuren wie Luk Perceval, Andreas Kriegenburg, Christof Loy, Thomas Jonigk, Ulrike Arnold, Karin Henkel, Christiane Pohle und anderen. Nitschke hat ein besonderes Interesse an der Zusammenarbeit mit Autoren, namentlich Jonas Lüscher, Thomas Jonigk oder Ulrike Draesner.

Für Michel Houellebecq komponierte und produzierte Nitschke 2008 einen groß-orchestralen Score für dessen Debut als Regisseur, der eigenen Verfilmung seines Romans ‘Die Möglichkeit einer Insel’.

www.mathis-nitschke.com

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