MAYA

eine Mixed-Reality-Techno-Oper
in der Ruine des Heizkraftwerks München-Aubing

von Mathis Nitschke, Libretto von Thomas Jonigk
mit Martina Koppelstetter und dem TrioCoriolis

18. – 22. Oktober 2017
Installation 18.00 Uhr
Beginn 18.30 Uhr
Dauer ca. 70 Minuten

Bitte bringen Sie, wenn möglich, ein eigenes Smartphone oder Tablet mit geladenem Akku mit. Die MAYA App wird schon vorher im App Store und Play Store erhältlich sein. Probieren Sie sie aus: scannen sie damit die Vorderseite des Flyers! (noch nicht erhältlich)

Für den Besuch von MAYA ist ein Smartphone nicht obligatorisch.

Die Ruine ist unbeheizt, aber überdacht und ohne Bestuhlung frei begehbar. Warme Kleidung wird empfohlen.

Künstlergespräch am 19. Oktober nach der Vorstellung

Auf diesem Areal befand sich vor Jahrtausenden das Tor zum digitalen Paradies.

In der Mitte der Haupthalle sehen Sie die Überreste dreier gigantischer Maschinen aus dem 3. Jahrtausend nach Christus. Unsere Vorfahren nutzten sie zum Speichern ihres Bewusstseins. Der Upload blieb Menschen vorbehalten, die sich zu Lebzeiten ausschließlich der Konfiguration, Wartung und Energieversorgung der Maschinen gewidmet hatten. Sie erwartete nach dem Tod die Erlösung im digitalen Paradies.

Konzipiert als Ort ohne Grenzen, ermöglichte der „Cyberspace“ (wie man damals sagte) den eingespeisten Humanoiden ein zweites Leben ohne Erwerbsarbeit, gesellschaftliche Zwänge, Krankheiten oder körperliche Einschränkungen.

2050 n. Chr. wurde die Menschheit durch eine globale Katastrophe ausgelöscht. Spuren am Ausstellungsort deuten auf eine zielgerichtete Reaktion der Avatare. Die Legende besagt, dass eine Auserwählte namens Maya mithilfe ihres rückgeführten Bewusstseins in einem wiederbelebten menschlichen Körper eine neue Menschheit erschaffen sollte.

Archäologische Staatssammlung Ubing City,
Oktober 5017

Wer werden wir gewesen sein?

MAYA ist ein Science-Fiction-Abenteuer auf mehreren Realitätsebenen. In der Ruine des Aubinger Heizkraftwerks entdecken die Zuschauer auf ihren Smartphones und Tablets rätselhafte Spuren.

Es sind Relikte einer vergangenen Zukunft, in der Mensch und Maschine zu einer Einheit verschmolzen waren. Ein digitaler Friedhof deutet auf den Tod hoch entwickelter menschlicher Avatare: Wer sind sie? Woher kommen sie?

Das einzige Wesen an diesem Ort, das Auskunft geben könnte, ist Maya. Sie ist die Letzte ihrer Art und der Schlüssel zu einer digitalen Anderwelt.

Maya hat einen Auftrag. Gelingt es ihr, den Cyberspace und damit sich selbst und die Menschheit zu retten?

Idee

Der Münchner Komponist und Theatermacher Mathis Nitschke überträgt in MAYA den Kern dessen, was Oper ausmacht, in die Gegenwart: Rausch, Ekstase und Bewusstseinserweiterung durch Musik, Sound, Licht und digitale Kunst. MAYA verbindet Oper und Techno. Beides steht für ein kraftvolles Sich-Auflehnen: Gegen den Tod. Gegen die Einsamkeit. Für ein Leben ohne Limits. Für die Verheißung einer Welt, in der wir nach unseren kühnsten Vorstellungen leben, ohne jemals an körperliche Grenzen zu stoßen.

MAYA spielt mit Gegensätzen. Zukunft steht neben Vergangenheit. Stofflichkeit trifft auf Immaterialität. Neukompositionen begegnen Zitaten aus der gesamten Musikgeschichte. Das Streichtrio TrioCoriolis spielt live mit, gegen und in den elektronischen Klanglandschaften von Klavikon, Nitschke, Björn Eichelbaum und Rumpeln. Das Lichtdesign von Urs Schönebaum fügt sich wie eine Skulptur in den Raum.

„Erdnuss müsste man sein. Bandwurm. Oder Tellerschnecke.“ Die Altistin Martina Koppelstetter schlüpft in die Rolle der Maya. Der Autor Thomas Jonigk legt ihr die Sprache eines Menschen in den Mund, der gezwungen ist, seine Körperlichkeit neu zu entdecken, um als digitales Wesen zu überleben.

In Mathis Nitschkes Musiktheater MAYA wird die letzte Industrieruine Münchens, das ehemalige Heizkraftwerk Aubing, inszeniert als archäologische Ausgrabungsstätte. Über die Augmented Reality App von Klasien van de Zandschulp und Luciano Pinna auf dem eigenen Smartphone begibt sich der Zuschauer in die Perspektive einer in ferner Zukunft wieder entstandenen Zivilisation und staunt über den Niedergang unserer heutigen Menschheit in naher Zukunft.

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Vokalaufnahmen mit den M&M’s

Lauter M’s: Maya kann mit den ihrigen im Cyberspace, den digitalen Avataren, mithilfe der Musik kommunizieren. Diese Stimmen aus dem digitalen Paradies erklingen nicht live, sondern werden zugespielt. In den letzten zwei Tage haben nun Michelle Friedrich und Miriam Hampe diese Stimmen unter der Leitung von Martina Koppelstetter aufgenommen. Hier ein paar Fotos von der …

Anspielprobe mit dem TrioCoriolis

Bisher gingen wir immer nur davon aus, dass es klappen wird, die Musiker des TrioCoriolis auf die 7 Meter hohen Öfen zu setzen und dort spielen zu lassen. Gestern war nun endlich die Möglichkeit, diese Annahme zu überprüfen. Und siehe da: es klappt!